Für einen guten Tag!

Solarwärme

Neben der Stromgewinnung können Sie mit der Sonnenenergie auch Wasser erhitzen. Dafür benötigen Sie aber einen thermischen Solarkollektor. Wenn die Kollektorfläche groß genug ist, kann eine vierköpfige Familie während der Sommermonate das gesamte Wasch- und Badewasser mit Hilfe der Sonnenenergie erhitzen.

Lässt man im Sommer einen Gartenschlauch in der Sonne liegen, so wird das Wasser im Schlauch in kurzer Zeit warm. Das ist auch das Prinzip der Solaranlagen: Sie "saugen" die Sonnenstrahlen mit bestimmten Materialien auf und leiten ihre Energie an Wasser ab. So kann das Brauch- und Trinkwasser in einem Haus oder Schwimmbad erwärmt werden.

Video: Solarwärme

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie eine solarthermische Anlage funktioniert.

Kollektor

Das Kernstück der Solaranlage ist der Kollektor. Er besteht aus wärmeleitenden Blechen -Kupfer oder Aluminium mit einer schwarzen Beschichtung-, die auf Rohre montiert sind. Dieses Kollektorfeld ist ein Absorber ("Aufsauger"). Die Bleche sammeln so viel Sonnenwärme wie möglich ein und übertragen sie an die Rohre. In ihnen zirkuliert eine Flüssigkeit, die die Wärme aufnimmt und weitertransportiert.

Leitungssystem

Die erhitzte Flüssigkeit fließt nun durch ein geschlossenes Leitungssystem. An dieses sind ein Speicher mit einem Wärmetauscher, eine Umwälzpumpe und ein Regler angeschlossen.

Regler

Der Solarregler überwacht die Temperaturen im Kollektor und im Speicher. Sobald das Kollektorfeld mit der Transportflüssigkeit von der Sonne soweit erwärmt ist, dass dort die Temperatur höher als im unteren Teil des Speichers ist, wird automatisch die Umwälzpumpe eingeschaltet. Sie befördert die heiße Flüssigkeit nach unten zum Speicher.

Solar-Wärmetauscher

Der Wärmetauscher entzieht der Flüssigkeit ihre thermische Energie und gibt sie an das Wasser im Speicher ab. Das Wasser dort ist damit warm. Die abgekühlte Flüssigkeit läuft mit Hilfe der Umwälzpumpe wieder zum Kollektor zurück, um von neuem durch Sonnenstrahlung erhitzt zu werden.

Zusatz-Wärmetauscher

Wenn genügend Sonne scheint, kann das Wasser alleine durch die Kollektoren erwärmt werden. Um aber sicher zu stellen, dass zu jeder Tages- und Jahreszeit warmes Wasser zur Verfügung steht, ist der Speicher über einen weiteren Wärmetauscher mit einem Heizkessel verbunden. Er kann zusätzliche Wärme liefern.

Wärmespeicher

Koppelt man eine thermische Solaranlage mit einem Saisonwärmespeicher, dann kann während des Sommers Wärme für den Winter gespeichert werden. Ein Niedrigenergiehaus könnte damit während eines milden Winters komplett ohne fossile Brennstoffe beheizt werden.