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Elektromobilität – ein Comeback

Elektroautos sind das Neueste vom Neuesten? Stimmt nicht. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts machte der Anteil an Elektrofahrzeugen zwischen 30 % und 50 % aus. Schritt für Schritt wurden sie dann von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verdrängt und erleben heute in Kombinationen mit Erneuerbaren Energien ein Comeback. Leise, effizient und ohne CO2-Ausstoß bieten Elektrofahrzeuge aufgrund von Fortschritten in der Batterietechnologie eine gute Alternative zu Verbrennungsmotoren. 

Die Technik

Doch wie kann ein Auto nun mit Strom fahren?

Angetrieben wird das Auto durch einen Elektromotor, der die benötigte Antriebsenergie aus Akkus erhält. Die mitgeführte elektrische Energie wird durch den Motor in mechanische Energie umgewandelt.

Ein Elektromotor hat mehrere Vorteile: Er stellt bereits im Stand das volle Drehmoment zur Verfügung, während ein Verbrennungsmotor erst mit zunehmender Drehzahl an Kraft gewinnt. Zudem entfällt das klassische Getriebe mit mehreren Übersetzungen aufgrund der größeren Drehzahlspanne.

Woran liegt es also, dass sich der Elektromotor trotz höheren Wirkungsgrads und einer besseren Leistungscharakteristik noch nicht in der Automobilindustrie durchgesetzt hat?

Der Knackpunkt ist die Entwicklung des Energiespeichers. Mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor kann man eine viel größere Strecke zurücklegen als mit einem Elektromotor. Erst durch leistungsfähige Energiespeicher mit einer hohen Energiedichte können Elektroautos Reichweiten erzielen, die denen von verbrennungsmotorisch angetriebenen Autos ebenbürtig sin

Wo und wie kann ich Strom tanken?

Am einfachsten und bequemsten ist es, bei sich zu Hause zu tanken. Einfach den Stecker in die Steckdose stecken und schon lädt sich der Akku wieder auf. Diese Vorgehensweise ist aber nur praktikabel, wenn man ausschließlich kurze Strecken in der näheren Umgebung zurücklegt, denn wer einen Akku komplett mit Haushaltsstrom laden will, muss erhebliche Ladezeiten in Kauf nehmen. Zum Beispiel benötigt eine volle Ladung an einer 230-Volt-Steckdose rund 20 Stunden. Was also, wenn man weitere Strecken zurücklegen muss?

Um dieses Problem zu lösen, werden in Deutschland immer mehr Stromtankstellen eingerichtet. Diese Ladestationen sind überwiegend öffentlich, also für jedermann zugänglich. Besonders die Energieversorger in Deutschland investieren in Ladestationen und erhöhen somit die Netzdichte.

Wie sieht der Markt aus?

Nachdem Elektroautos in der Vergangenheit eher als exotisch angesehen und daher fast ausschließlich von kleinen, auf dieses Gebiet spezialisierten Herstellern angeboten wurden, wenden sich inzwischen alle großen Autohersteller dieser Technik zu. Einige europäische Hersteller entwickelten zwar schon in den 60er- und 70er-Jahren elektrisch angetriebene Autos, brachten diese jedoch nicht zur Marktreife.

Ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist der US-amerikanische Hersteller Tesla, der bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Autos mit einem Elektromotor produziert. Durch permanente Kühlung soll die Betriebsdauer der Akkus optimiert werden. Der Hersteller verfügt inzwischen über so umfangreiche Erfahrungen in der Produktion von Elektroautos, dass sich das japanische Unternehmen Toyota für eine Kooperation entschied, aus der zwei Elektroauto-Modelle hervorgehen sollen. Auch Mitsubishi und Nissan haben mit der Entwicklung und Produktion von Elektroautos begonnen. In Europa wenden sich inzwischen alle großen Hersteller wie Ford, Opel, BMW, Mercedes und Renault der Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu. So kann man in naher Zukunft damit rechnen, dass die ersten serienreifen Elektroautos in den Markt gelangen werden.

Welchen Nutzen hat der Kunde?

Als Fahrer eines Elektroautos hat man einige Vorteile. Aufgrund des niedrigen Strompreises sind die Betriebskosten deutlich geringer im Vergleich zu Fahrzeugen, die Benzin oder Diesel tanken müssen.

Die meisten Elektroautos verbrauchen zwischen 10 und 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Das entspricht einem Preis von rund zwei bis vier Euro.

Die niedrigen Steuerlasten und Versicherungsbeiträge für Elektroautos schlagen sich im Portemonnaie des Besitzers ebenfalls positiv nieder. Neben diesen finanziellen Vorteilen sind Elektrofahrzeuge ein echter Gewinn für die Umwelt. Sie verursachen keine Abgase und kaum Geräuschemissionen. Abhängig vom Energiemix des getankten Stroms kann sich auch die CO2-Bilanz eines Stromfahrzeugs sehen lassen. Wer zu 100 % Strom aus regenerativen Energien tankt, verursacht keine CO2-Emissionen!

Elektroroller

Wer erstmal etwas kleiner anfangen möchte, der sollte sich für einen Elektroroller entscheiden. Es ist das passende Zweitfahrzeug, als Fortbewegungsmittel in der Stadt oder für kurze Strecken in der näheren Umgebung. Der Nachteil der geringen Reichweite wird durch die überwiegende Nutzung auf Kurzstrecken kompensiert. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Herstellern, die Elektroroller in den unterschiedlichsten Modellen und Varianten anbieten.

Nutzen Sie das interaktive Tool E-Mobilitäts-Datenbank, um sich über verfügbare Modelle zu informieren.

Pedelec

Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) verbindet modernen Elektroantrieb mit dem Antrieb durch einfache Muskelkraft. Denn wer nicht selbst in die Pedale tritt, kommt auch nicht in den Genuss des unterstützenden Elektromotors. Dieser springt nämlich erst an, wenn eine „Eigenleistung“ erbracht wird. Wie groß die Unterstützung des Motors ist, kann man in den meisten Fällen selbst einstellen. In der Regel ist die Höchstgeschwindigkeit jedoch auf 25 km/h begrenzt. Wer schneller fahren möchte, muss wieder selbst in die Pedalen treten.

Wer seine nächste Radtour etwas bequemer angehen möchte, kann sich im interaktiven Tool E-Mobilitäts-Datenbank nach Modellen umsehen.